Was ist es, das uns so fasziniert am Reisen?

Was treibt uns an das Gewohnte zu verlassen und die Unbequemlichkeiten des Reisens auf uns zu nehmen?

Was bringt die Menschen dazu für einige Zeit den Platz einer Wohnung gegen den engen Raum eines Campingwagens einzutauschen? Das bequeme Doppelbett gegen Isomatten? Oder den gut gefüllten Kleiderschrank gegen den beschränkten Platz eines Rucksacks?

Bei der Frage nach der Faszination am Reisen kommt mir gleich ein bunter Cocktail in den Sinn. Für jeden ist dieser sicherlich anders zusammen gemixt. Dich fasziniert am Reisen vielleicht etwas anderes als mich.

Mein Reisefaszinationscocktail schmeckt exotisch, nach fremden Welten und der Neugierde sie zu entdecken. Aber vor allem hat er auch etwas ganz Sanftes und Leichtes: Den Geschmack nach Freiheit.

Sich frei und leicht fühlen – das stellt sich oft von selbst ein, wenn erst mal der Alltag und der ganze Kram, den man so zu Hause hat, hinter einem liegt. Reisen sind absolute Lehrmeister darin uns zu zeigen, wie wenig wir eigentlich brauchen. Das wahre Glück bedarf so wenig. Ganze Kalender sind voll mit solchen Weisheiten, aber erst auf Reisen wird das wirklich spürbar..

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Als ich vor 3 Monaten wieder zurück nach Deutschland kam, erdrückte mich mit Wucht der Überfluss an Dingen. Anscheinend war in den 2 Jahren, die ich fast nur aus meinem Rucksack gelebt hatte, das Gefühl der Leichtigkeit schon so  zu meinem vertrauten Gefährten geworden, dass ich es -seit dem ich wieder hier bin- schon vermisste. Die Leichtigkeit hatte wahrscheinlich gleich  Reißaus genommen, allein bei dem Anblick meines prall gefüllten Kleiderschranks. Den wiederum hatte ich eigentlich nicht vermisst.

All diese Dinge, die wir nicht brauchen, wirkten in dieser verrückten Phase zwischen den Welten, im  Reverse Culture Shock, noch absurder und fielen mir extremer auf. Also konnte ich gar nicht anders als bei mir anzufangen und aus zumisten. Mittlerweile ist das Trennen von Dingen nach dem Reisen schon mein kleines Ritual zum Ankommen geworden. So befreiend fühlt es sich an, sich von Dingen zu trennen, Klarheit zu schaffen, damit das Neue fließen kann. Wärmstens empfohlen 😉

trodelVerbinden konnte ich das zum Glück mit dem Trödelmarkt in meiner Stadt. Und mit einer Spendenaktion für unser Baumpflanzprojekt! An dem Tag bedeutete das für mich zwar „im Regen stehen für den Regenwald“, aber es hat sich doch gelohnt, wenn man bedenkt, dass das Wetter echt mies war. Wenigstens konnten 10 Bäume durch den Tausch Trödel gegen Spende finanziert werden (ein Baum kostet uns ca. 10 € mit Kauf des Setzlings, Transport, Arbeitsaufwand etc.) Ein Dank an alle, die gespendet haben!

Aber was schreibe ich da von Leichtigkeit und Weniger-ist-mehr-blabla, wo doch Weihnachten vor der Tür steht. Weihnachten die „Ressourcenschlacht“ schlecht hin. Wir Deutschen werden wieder 24 Millionen Weihnachtsbäume kaufen, 10 % mehr Papier wegschmeißen, 1/3 mehr Energie verbrauchen und noch mehr Lebensmittel in den Müll werfen, als sonst im Jahr (1)...

Sicher machen nicht alle mit bei diesem Wahnsinn. Wie sieht´s bei dir aus?

Willst du eigentlich auch nicht Teil dieser „Orgie der Wertvernichtung“ (nach Ökonom Joel Waldfogel) sein?

Dann habe ich eine gute Idee für dich!

Es dreht sich mal wieder um den Erhalt der einzigartigen Ökosysteme, dem Retten des Klimas und der frischen Luft. Eigentlich das beste Geschenk, das wir uns machen können. Uns selbst. Unseren Liebsten. Unseren Kindern und denen, die noch nach uns auf dieser Erde leben wollen.

Bäume.

Sie zu pflanzen bleibt unverzichtbar, wenn es um das alles geht.

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Aber du besitzt kein Land, auf dem Du Bäume pflanzen könntest? Dann helfe doch denen, die los zogen, um das zu tun!

Wir pflanzten 6000 Bäume in Costa Rica als Verbindungsbrücke zwischen zwei Schutzgebieten! Auch für dich 😉

Hier kommst du zu unserer crowd funding – Seite, wo du das beste Geschenk überhaupt machen kannst!

(25 % unserer Baumpflanzaktion haben wir erst mit crowd fonding finanzieren können…)

Einen waschechten tropischen Urwaldriesen zu finanzieren ist doch eh viel effektiver, als eine geschlagene Tanne, die nach ein paar Wochen anfängt ihre Nadeln abzuwerfen..

 

Quelle:
(1)Sophie Schimansky : ,,Was Weihnachten anrichtet“,http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-12/weihnachtskonsum/seite-2 (22.12.2016)
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